Projekt BIOPLAT-EU: Förderung der nachhaltigen Nutzung unzureichend genutzter Flächen zur Bioenergieerzeugung durch eine webbasierte Plattform für Europa
Finanzierung: Forschungs- und Innovationsprogramm H2020-LCE der Europäischen Union, Finanzhilfevereinbarung Nr. 818083
Übergeordnetes Ziel: die Markteinführung nachhaltiger Bioenergie in Europa fördern, indem marginale, unzureichend genutzte und kontaminierte Flächen (MUC) für den Anbau von Biomasse außerhalb der Lebensmittelproduktion erschlossen werden. Eine webbasierte Plattform dient dabei als Entscheidungshilfe.
Länder, deren Flächen kartiert werden: EU-Mitgliedstaaten und Nachbarländer, einschließlich der Ukraine.
Das Scientific Engineering Centre „Biomass“ (SECB) ist Projektpartner von BIOPLAT-EU. SECB ist Mitbegründer und seit sechs Jahren Vollmitglieddes Bioenergieverbands der Ukraine.
Verfolgen Sie das Projekt BIOPLAT-EU überdie offizielle BIOPLAT-EU-Projektwebsiteund die Website von SEC „Biomass“.
Projektpartner
BIOPLAT-EU knüpft an frühere EU-geförderte Projekte an, darunter dasProjekt FORBIO(SEC Biomass war einer der Projektpartner).
Projektaufgaben:
- Eine Datenbank mit Karten marginaler, unzureichend genutzter und kontaminierter Flächen in Europa und ihren Merkmalen erstellen. Grundlage sind hochauflösende Copernicus-Daten, Sentinel-Zeitreihen und weitere Satellitendaten. Die Datenbank führt Ergebnisse früherer EU- und internationaler Projekte sowie ergänzende Daten von Behörden und öffentlichen und privaten Partnern zusammen. Alle Daten werden in ein GIS mit INSPIRE-konformen Metadaten aufgenommen und über eine eigene Onlineplattform bereitgestellt.
- Ein öffentlich zugängliches, benutzerfreundliches Werkzeug entwickeln: STEN (Sustainability Tool for Europe and Neighbouring Countries). Es bewertet ökologische, soziale und technisch-wirtschaftliche Nachhaltigkeitsaspekte von Bioenergie-Wertschöpfungsketten auf MUC-Flächen unter den jeweiligen wirtschaftlichen und technischen Bedingungen. Nutzer können geeignete Flächen auf regionaler Ebene suchen, agronomische und klimatische Merkmale abrufen und mögliche Biomassekulturen bestimmen. Nach Eingabe der erforderlichen Daten lässt sich die Nachhaltigkeit der gewählten Wertschöpfungskette bewerten.
- Eine webbasierte Plattform entwickeln, die ein WebGIS aus STEN-Werkzeug und GIS-Karten sowie eine Projektwebsite umfasst. Sie bietet relevante Informationen und Funktionen für Interessierte; vorhandene Daten können kostenlos heruntergeladen werden. Über einen interaktiven Helpdesk können Nutzer Fragen an die Fachleute von BIOPLAT-EU richten.
- Beteiligte mobilisieren und einbinden. Für den Aufbau von Bioenergie-Wertschöpfungsketten werden Landwirte, öffentliche und private Flächeneigentümer, Unternehmen, Kommunen und Investoren über die nachhaltige Energienutzung von MUC-Flächen informiert. Gemeinsam werden die tatsächlichen Voraussetzungen für Projekte erörtert. Die entwickelten Werkzeuge und konkrete Fallstudien dienen in Arbeitsgruppen und Workshops als praktische Grundlage und sollen eigene Projekte anregen.
- Mit Behörden über den Abbau rechtlicher und politischer Markthemmnisse sprechen. Neben der Zusammenarbeit mit weiteren Beteiligten ist der direkte Austausch mit lokalen und regionalen Behörden wichtig, da deren Entscheidungen häufig für neue Bioenergie-Wertschöpfungsketten ausschlaggebend sind. Projektaktivitäten und Ergebnisse werden deshalb bei regulären Behördentreffen vorgestellt und erörtert.
- Technische Unterstützung bei Biomasseerzeugung und -verarbeitung, Marktzugang, Betriebsführung und Finanzierung anbieten. Weitere Hemmnisse sind die Nachfrage nach Biomasserohstoffen und der Investitionsbedarf. Das Projekt vernetzt daher Biomasseerzeuger und -verarbeiter mit Investoren und hilft ihnen, finanzierungsfähige Vorhaben zu entwickeln.
Weitere Informationen zum Projekt BIOPLAT-EU finden Sie aufdie offizielle BIOPLAT-EU-Projektwebsite.
Ansprechpartnerin in der Ukraine: Oleksandra Tryboi (tryboi@secbiomass.com)
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